Neuromodulation
Unter Neuromodulation versteht man Verfahren, die die Aktivität von Nervenzellverbänden gezielt und nicht-invasiv beeinflussen. Sie kommen als Ergänzung oder Alternative zur medikamentösen Behandlung in Betracht. Ob ein Verfahren für Sie geeignet ist, klären wir in einem ausführlichen Vorgespräch mit neurologischer Untersuchung.
Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
Bei der rTMS werden umschriebene Hirnareale durch kurze Magnetimpulse durch die Schädeldecke hindurch stimuliert. Das Verfahren ist schmerzarm, erfordert keine Narkose und ist wissenschaftlich am besten untersucht bei der Behandlung depressiver Störungen; darüber hinaus wird es u. a. bei chronischen Schmerzsyndromen und in der Neurorehabilitation eingesetzt. Eine Behandlungsserie umfasst in der Regel mehrere Sitzungen über mehrere Wochen.
Transkranielle Elektrostimulation (tDCS, tRNS, tACS)
Bei der transkraniellen Elektrostimulation werden schwache Ströme über an der Kopfhaut angelegte Elektroden appliziert, um die Erregbarkeit der Hirnrinde zu modulieren. Je nach Verfahren — Gleichstrom (tDCS), Rauschstrom (tRNS) oder Wechselstrom (tACS) — und Fragestellung kommen unterschiedliche Formen zum Einsatz. Die Behandlung ist in der Regel gut verträglich; typische Anwendungsfelder sind depressive Störungen, chronische Schmerzen und die Unterstützung von Trainings- und Rehabilitationsprogrammen.
Biofeedback / Neurofeedback
Beim Biofeedback werden körperliche Signale (z. B. Muskelspannung, Herzrate, Hirnaktivität) sichtbar gemacht, sodass Sie lernen können, diese willentlich zu beeinflussen — etwa bei Spannungskopfschmerz, Migräne, stressassoziierten Beschwerden oder Aufmerksamkeitsstörungen.
Wichtige Hinweise
Nicht jedes Verfahren ist für jede Erkrankung oder jede Person geeignet; für einzelne Anwendungsgebiete ist die wissenschaftliche Evidenz unterschiedlich belastbar, und manche Anwendungen erfolgen außerhalb der Regelversorgung als individuelle Gesundheitsleistung. Wir beraten Sie offen über Nutzen, Alternativen, mögliche Nebenwirkungen und Kosten, bevor eine Behandlung beginnt.
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