Fatigue verstehen & gezielt angehen

Fatigue ist mehr als „müde sein“: anhaltende körperliche und geistige Erschöpfung, die den Alltag einschränkt. Hier finden Sie kompakte Informationen, wie wir abklären und welche Behandlung es gibt.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Notfallversorgung.

Länger als 6 Wochen erschöpft?

Sprechen Sie mit uns – je früher, desto besser.

„Brain Fog“ & Konzentration

Gezielte Tests und Trainings unterstützen den Alltag.

Kreislauf & Schlaf

Wir betrachten Körper & Psyche gemeinsam.

Individuelle Behandlung

Von Lebensstil bis Neuromodulation – abgestimmt auf Sie.

Was ist Fatigue?

Fatigue ist eine langanhaltende, krankhafte Erschöpfung, die durch Ruhe allein nicht ausreichend besser wird. Sie kann nach Infekten (z. B. Long-COVID), bei neurologischen oder internistischen Erkrankungen sowie nach Krebsbehandlungen auftreten. Häufig bestehen Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Schmerzen oder kognitive Einschränkungen.

Körperlich: geringe Belastbarkeit, Muskelschwäche, Schwindel, nicht-erholsamer Schlaf.
Geistig: „Brain Fog“, langsames Denken, Reizüberflutung, Gedächtnisprobleme.

Red Flags – sofort abklären

  • Neu aufgetretene Lähmungen, Gefühls-, Sprach- oder Sehstörungen
  • Brustschmerz, Luftnot, Herzrasen in Ruhe, Ohnmacht
  • Hohes Fieber, ungewollter Gewichtsverlust, Nachtschweiß
  • Suizidgedanken oder schwere Verzweiflung

Bei Notfällen wählen Sie 112.

Typische Symptome

Körperliche Erschöpfung

Schon kleine Tätigkeiten strengen an; Erholung dauert lange.

Mentale Müdigkeit

Konzentration sinkt, Multitasking fällt schwer.

Schlafprobleme

Nicht-erholsamer Schlaf, Ein-/Durchschlafstörung.

Kreislauf

Schwindel beim Aufstehen, Herzklopfen, kalte Hände/Füße.

Schmerz & Spannung

Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Reizempfindlichkeit.

Stimmung

Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Sorgen um Leistungsfähigkeit.

Was Sie selbst tun können

  • Pacing: Aktivitäten in kleine Schritte teilen; Pausen einplanen, bevor Erschöpfung einsetzt.
  • Schlaf & Licht: Feste Zeiten; morgens Tageslicht (oder Lichttherapie), abends Bildschirme reduzieren.
  • Flüssigkeit & Salz: Bei Kreislaufproblemen oft 2–3 L/Tag und leicht mehr Salz (ärztlich abklären).
  • Bewegung sanft: Kurze, regelmäßige Einheiten (Gehen, Dehnen, Atemübungen) statt intensiver Workouts.
  • Ernährung: Mediterran, proteinreich, ausreichend Omega-3; regelmäßige Mahlzeiten.

So klären wir ab

  1. Anamnese & Untersuchung (inkl. Red Flags)
  2. Basislabor (z. B. Blutbild, Eisen, Vitamin D/B12, Schilddrüse)
  3. Screenings: Schlaf, Stimmung, Kognition (z. B. FSS, PSQI, MoCA)
  4. Bei Bedarf: EKG/HRV, EEG, Bildgebung, Sonographie
  5. Individuelle Therapieplanung & Verlaufsmonitoring

Behandlung – multimodal & individuell

Neurokognition

Kognitives Training, Strategien für Alltag & Arbeit.

Neuromodulation

tVNS / tDCS fördern vegetative Balance & Aufmerksamkeit.

Physiotherapie

Atem-, Haltungs- und Belastungsaufbau (pacing-adaptiert).

Medikamente

Zielgerichtet bei Schlaf, Stimmung, Kreislauf – individuell dosiert.

Schlaf & Chrono

Schlafhygiene, Lichttherapie, ggf. Melatonin.

Begleitprogramme

Ernährung, Biofeedback, Stressbewältigung (MBSR/ACT).

Termin & Beratung

Wir starten mit einer strukturierten Erstaufnahme und planen anschließend Ihr individuelles Programm.

Datenschutz: Ihre Angaben werden vertraulich verarbeitet. Keine Weitergabe an Dritte.